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Wiener Sozialdumping

 
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madeira
Forums Profi


Anmeldungsdatum: 20.12.2015
Beiträge: 1957
Wohnort: Wien

Beitrag Verfasst am: 14.05.2021, 16:38    Titel: Wiener Sozialdumping Antworten mit Zitat

Vor allem die Situation in Wien ist Leitner - zugleich auch Branchenobmann in Salzburg - ein Dorn im Auge. Wien ist das einzige Bundesland, in dem der Landeshauptmann eine Preisspanne von plus/minus 20 Prozent auf den (im Voraus berechneten) Taxameterpreis erlaubt. Überall sonst in Österreich hat man sich auf ein schmäleres Preisband geeinigt. In der Regel können vorbestellte Fahrten zehn Prozent unter dem Taxametertarif liegen.
Mit den zehn Prozent in den meisten Bundesländern kann Leitner gut leben, mit dem um 20 Prozent tieferen Voraustarif in Wien dagegen nicht. "Das ist nicht kostendeckend und kein sozial ausgewogener Tarif mehr", sagt er. Er könne zwar nachvollziehen, dass Kunden weniger zahlen wollen. Aber "wenn die Preise zu tief sind, geht sich die Qualität nicht mehr aus". Dass gerade Wien aus der Reihe tanze, könne mit der Beteiligung der Neos an der Stadtregierung zusammenhängen, wird in Branchenkreisen vermutet.
Bei ordnungsgemäßer Anmeldung laut Kollektivvertrag wären für einen Mitarbeiter 14,90 Euro pro Stunde zu zahlen, dazu kommen die laufenden Kosten für das Fahrzeug. In der Praxis seien pro Stunde Einnahmen von nicht mehr als 18 bis 20 Euro zu erzielen (samt unvermeidlicher Leerfahrten), davon müssten noch zehn Prozent Umsatzsteuer und Provision - 25 Prozent für Uber - abgezogen werden. "Wie kann sich das umsatzmäßig ausgehen?", fragt Leitner. Und: "Wie soll ein Fahrer davon leben können?" Seiner Ansicht nach seien solche Tarife nur durch Ausbeutung der Fahrunternehmen möglich. "Das führt automatisch zu Lohn- und Sozialdumping", sagt er.


Zuletzt bearbeitet von madeira am 14.05.2021, 19:40, insgesamt einmal bearbeitet
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madeira
Forums Profi


Anmeldungsdatum: 20.12.2015
Beiträge: 1957
Wohnort: Wien

Beitrag Verfasst am: 14.05.2021, 16:39    Titel: Antworten mit Zitat

Die 20 Euro Umsatz pro Stunde lassen sich aber in Wien zur Coronazeit auch nicht erzielen. In Salzburg, ja.
Macht irgendjemand 200 Euro ständig Umsatz in 10 Stunden? so ein Blödsinn!


Zuletzt bearbeitet von madeira am 14.05.2021, 19:41, insgesamt einmal bearbeitet
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TomBlack
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Anmeldungsdatum: 28.02.2012
Beiträge: 3682
Wohnort: Wien

Beitrag Verfasst am: 14.05.2021, 18:36    Titel: Antworten mit Zitat

Naja unser Herr Präsident Ruck, kennt sich ja total mit dem Taxitarif aus und weiß ganz genau, wie ein Lenkerbetrieb zu handhaben ist, darum hat er sich ja auch über die Taxiinung hinweggesetzt! Bitte wozu zahlen wir diesen unnötigen Preis, wenn selbst der Präsident unser Gewerbe mit Füßen tritt und nicht hinter uns steht - siehe Flughafen!
_________________
Neid muss man sich erarbeiten!
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madeira
Forums Profi


Anmeldungsdatum: 20.12.2015
Beiträge: 1957
Wohnort: Wien

Beitrag Verfasst am: 14.05.2021, 19:30    Titel: Antworten mit Zitat

Der Ruck kommt von der Baubranche, Schuster bleib bei deinen Leisten.
Von denen die das Taxigewerbe in Wien vertreten, hört man gar nichts.
Alle anderen Bundesländer konnten das 20% Preisband abwehren.
Na da neiche Mochatschek vom Taxi is a Sozi. Wia bei de Gemeindewohnungen. Die Miete soll billig sein...
Es hat ja eh eine Demo mit sehr geringer Beteiligung gegeben.
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madeira
Forums Profi


Anmeldungsdatum: 20.12.2015
Beiträge: 1957
Wohnort: Wien

Beitrag Verfasst am: 15.05.2021, 04:53    Titel: Antworten mit Zitat

Korrigieren Sie mich, falls ich falsch liege, aber: Als Wirtschaftstreibender vertrauen Sie doch sicher darauf, dass sich der freie Markt erfolgreich selbst regelt.

Walter Ruck: Ja, das tue ich.

Wie erklären Sie dann, dass ausgerechnet die Taxi-Branche Hilfe vom Gesetzgeber braucht, um sich ihres Konkurrenten Uber zu entledigen?

Darum geht es nicht. Was wir wollen, ist ein fairer Wettbewerb. Und dafür müssen alle Dienstleister – in diesem Fall Taxis und andere Fahrdienstleister – nach denselben Regeln agieren.

Das heißt freilich nicht automatisch, dass die bestehenden Regeln das Gelbe vom Ei sind. Wir dürfen uns den Weiterentwicklungen nicht verschließen. Und wir wollen auch nicht die Vergangenheit einfrieren. In puncto Qualität haben wir bei vielen Taxis durchaus Aufholbedarf. Das wissen wir, das weiß auch die Branche.

Sie verstehen aber, dass es für viele Konsumenten so wirkt, als würden Sie nur Bestehendes konservieren wollen?

Ja, das verstehe ich. Hier müssen wir unsere Position noch besser erklären. Für uns als Wirtschaftskammer ist unbestritten, dass die Wirtschaft dafür da ist, die Bedürfnisse der Kunden zu befriedigen.

Es ist sicher nicht das Bedürfnis der Kunden, den hohen Taxi-Tarif zu zahlen. Warum haben Sie nicht dafür lobbyiert, dass die Preisbindung für alle fällt?

Historisch war die Tarifierung wichtig. Man wollte den Wienern die Möglichkeit bieten, mit dem Taxi sicher von A nach B zu kommen, ohne nachher beim Preis böse Überraschungen zu erleben. Seit damals hat sich einiges geändert.

Daher ist die Frage berechtigt, ob wir den Tarif in dieser Form noch benötigen. Ich bin mir selbst nicht sicher, ob die bestehende Tarifbindung sinnvoll und notwendig ist.

Wie könnte eine andere, zeitgemäße Regelung aussehen?

Ich mag keine Schwarz-Weiß-Malerei. Die Frage, ob wir einen Taxi-Tarif brauchen, ist keine Ja-Nein-Frage. Wir sollten stattdessen über verschiedene Modelle nachdenken. Etwa eine Tarifbindung nur an bestimmten Tagen, um Konsumenten zu schützen.

Zu Silvester oder zu Weihnachten zum Beispiel, wenn die Nachfrage besonders hoch ist. Wir wissen, dass bekannte Fahrdienstleister zu diesen Zeiten gerne die Preise in die Höhe treiben. Eine andere Idee: Keine fixe Tarifierung, sondern eine Deckelung des Preises
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